Spendenübergabe

Anstatt das 40. Firmenjubiläum mit Tamtam und einem großen Fest zu feiern, wollten die Mitarbeiter der R&V Immobilien-Genossenschaft ihre Freude und Dankbarkeit darüber mit anderen Menschen teilen. Dass eine Spende an den Verein Verwaister Eltern bestens angelegtes Geld sei, darüber war sich das Team um Geschäftsführer Wolfgang Schenk einig – ebenso die Verbundpartner der Schleswiger Volksbank und die Raiffeisenbank Handewitt. „1000 Euro kommt nicht so oft vor. Wir freuen uns riesig, denn als Verein sind wir auf jegliche Unterstützung angewiesen. Das Geld hilft uns in unserer Arbeit ein Stück weiter“, sagte Gerd Rullmann, Vorsitzender des Landesverbandes „Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister“, dessen Geschäftsstelle im Torhaus des Stadtmuseums untergebracht ist. Rund 90 Mitglieder zählt der Verein, der im Mai nächsten Jahres sein 15-jähriges Bestehen begehen kann.
Hier finden Mütter, Väter, Geschwister und Großeltern Hilfe, die den Tod eines Kindes in der Familie zu betrauern haben. Das Team des Vereins begleitet die Familien in ihrer Trauer und versucht, individuelle Wege eines heilsamen Trauerprozesses aufzuzeigen – unabhängig davon, ob Kinder im Mutterleib, als Heranwachsende oder als Erwachsene versterben. Daneben begleitet der Verein Angehörige und Freunde. Die Trauernden werden unterstützt, den Verlust in die eigene Lebensgeschichte zu integrieren, das Leben neu anzunehmen und für sich, die Familie und das gesellschaftliche Umfeld zu gestalten. Mittlerweile als Landesverband vernetzt, verknüpft der Verein Selbsthilfegruppen und vermittelt Kontakte.
„Damit Trauer nicht in die Isolation führt, ist es wichtig, ein Netzwerk zur Unterstützung auf dem schweren Weg zu haben“, berichtete Trauerbegleiterin Elke Heinen aus ihren persönlichen Erfahrungen. Wolfgang Schenk zollte dem Verein seine Anerkennung. Dankbarkeit über seine zwei erwachsene Töchter und sechs gesunde Enkelkinder ließen ihn für einen Moment innehalten: „Das ist alles nicht selbstverständlich, und das muss man sich täglich immer wieder bewusst machen.“
Am Sonntag, 9. Dezember ist Weltgedenktag für verstorbene Kinder. In einem Gottesdienst, der ab 14.30 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche stattfindet, wird an sie erinnert. Die Predigt hält Schirmherr Bischof Gotthard Magaard. Erstmalig lädt der Verein auch beim Weihnachtsmarkt im Stadtmuseum (30. November bis 2. Dezember) zum Tag der offenen Tür ein.
>Infos: Telefon 04621/ 9526070 ; www.vesh.de
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