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Der Vorstand des Vereins
Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister Schleswig Holstein e.V.
von links: Peter Hansen, Rita Becker, Dörte Boysen und Gerd Rullmann

Ein Kind ist gestorben. – Mutter, Vater, Geschwister, Großeltern können es nicht fassen, dass dieser junge Mensch nicht mehr lebt. Die Welt ist nicht mehr so, wie sie vor dem Tod der Tochter oder des Sohnes war. Der Schmerz der Eltern, Brüder und Schwestern ist unermesslich – ganz egal, ob das Kind während der Schwangerschaft, in den ersten Lebensjahren, als Jugendlicher oder Erwachsener starb.

Trauernde werden von der Wucht ihrer eigenen Gefühle überrascht, suchen Orientierung und Gesprächspartner, die ihnen nicht ausweichen. Angehörige und Freunde sind oft überfordert. Hilfreich sind Begegnungen und Gespräche mit Menschen, die diese Fragen selber kennen und durchlebt haben:

  • Wie kann ich nach dem Tod meines Kindes weiterleben?
  • Wo finde ich jemanden, dessen Kind auch durch eine Krankheit, einen Unfall, ein Verbrechen oder einen Suizid starb?
  • Wer kennt die Not, wenn die Todesursache unklar bleibt?
  • Wer sagt mir, dass meine Gedanken und Gefühle noch normal sind?
  • Mit wem kann ich über die Probleme in der Partnerschaft reden, wenn jeder anders trauert?
  • Wie können wir als Familie wieder gut zusammenfinden?
  • Wie kann ich diesen Verlust als Teil meiner Lebensgeschichte annehmen?

Grußwort des Schirmherrn Bischof Magaard

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserin, lieber Leser,

auf dem Grab meines älteren Bruders, der am plötzlichen Kindstod verstarb, stand über viele Jahrzehnte ein eindrucksvolles Holzrelief: Ein Christus, der mit geöffneten Armen segnend seine Hände ausbreitet über viele Kinder. Und damit auch über dem Kind, das dort begraben werden musste. Genauso aber breitet er die Hände über den Eltern, Geschwistern, den Großeltern und Freunden aus, die dort stehen und trauern. Verzweifelt, fassungslos, hilflos, wütend, leer.

Dass Gott unser Leben segnet, bedeutet, dass er an unserer Seite ist, in den guten, aber eben auch in den ganz schweren Tagen. Und dass er uns im Sterben und im Tod nicht verlässt, auch wenn dies nach menschlichem Ermessen viel zu früh geschieht.

Gott selbst hat den Tod seines Sohnes erfahren müssen. Er weiß um den Schmerz, dem er seine Liebe zu uns Menschen an die Seite stellt.

Der Verein „Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister Schleswig Holstein e.V.“ nimmt mit seiner Arbeit eine sehr wichtige Aufgabe wahr, deren Unterstützung ich Ihnen ans Herz legen möchte:
Der Verein begleitet Trauernde und bietet ihnen durch viele Gruppen an verschiedenen Orten in Schleswig-Holstein ein Netzwerk, das eine stärkende Gemeinschaft anbietet.
Der Verein unterstützt zudem diejenigen, die als Trauerbegleiter/innen in den Ortsgruppen bei den betroffenen Eltern und Geschwistern sind, zum Beispiel durch Fortbildungs- und Gesprächsangebote.
Darüber hinaus bietet der Verein Hilfestellungen in organisatorischen Belangen an.

Es ist mir Anliegen und Ehre zugleich, dem Verein „Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Schleswig-Holstein e.V.“ als Schirmherr zu dienen. Ich möchte auf diese Weise dazu beitragen, dass trauernde Menschen die Unterstützung finden, die sie brauchen.

Ihr

Gothart Magaard
Bischof im Sprengel
Schleswig und Holstein


Gothart Magaard – Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein
Schirmherr unseres Landesverbandes.

Die Mitwirkenden

Elke Heinen
Theologin, Familientherapeutin, Trauerbegleiterin und hauptamtliche Mitarbeiterin des Landesverbandes
+

Zu ihren Aufgaben gehört die Beratung von trauernden Familien, deren Angehörigen und Freunden. Sie führt Einzelgespräche und leitet Trauergruppen mit verschiedenen Themenschwerpunkten. Die Mitglieder des Netzwerkes können bei ihr Informationen und Unterstützung für ihre Arbeit abrufen. Berufsgruppen wie Hebammen, Ärzte, Seelsorger, Lehrer, Erzieher können sich im konkreten Fall an Frau Heinen wenden oder sie für Fortbildungsveranstaltungen als Referentin buchen. In der „Großen Basisqualifikation Trauerbegleitung“, die der Landesverband VESH gemeinsam mit dem Hospiz- und Palliativverband Schleswig-Holstein HPVSH durchführt, ist sie Co-Leiterin.
Frau Heinen ist seit 1990 im Ev. Kirchenkreis Schleswig-Flensburg Leiterin des Arbeitsbereiches „Verwaiste Eltern“, der von ihr gegründet wurde.
Telefon 0 46 21 – 9526 60 70
heinen@vesh.de

Nicole Labs
 
+

Verwaltungsfachkraft, Organisation, Kommunikation.
Telefon 0 46 21 – 952 60 70
labs@vesh.de
Gerd Rullmann
selbständiger Dipl.-Ingenieur
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Gerd Rullmann ist als 1. Vorsitzender des Vereins und betroffener Vater Ansprechpartner für Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation. Sein Sohn Matti verstarb 2013 im Alter von fünf Monaten.
Mobil 04621 – 952 60 70
rullmann@vesh.de
Peter Hansen
Seelsorger und Diakon im Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster, wohnhaft in Lutzhorn
+

Peter Hansen ist seit vielen Jahren in der Arbeit
mit Trauergruppen tätig und 2. Vorsitzender im VESH.
Telefon 0 43 21-405 19 53
hansen@vesh.de
Rita Becker
Gemeindereferentin in der katholischen Pfarrei Franz von Assisi Kiel und seit 2010 Trauerbegleiterin
+

Rita Becker leitet die Gruppe Verwaister Eltern und stillgeborener Kinder in Kiel, ist im Vorstand tätig und Schriftführerin im VESH.
Telefon 0431-70 97 90
r.becker@vesh.de

Dörte Boysen
Pastorin in Brodersby bei Schleswig
+

Dörte Boysen verwaltet im Verein die Kasse und ist im Vorstand tätig. Die Tochter von Dörte Boysen verunglückte 2010 im Alter von 17 Jahren.
Telefon 0 46 22-20 00
d.boysen@vesh.de


 

Der VESH

Die Verwaisten Eltern und trauernden Geschwister Schleswig-Holstein vernetzen als Landesverband der Verwaisten Eltern in Deutschland (VEID) die Selbsthilfegruppen innerhalb des Bundeslandes und vermitteln Kontakte in den Regionen.
Um Anerkennung und Förderung zu erfahren, kooperieren wir – stellvertretend für die einzelnen Ortsgruppen – mit Verantwortlichen in Kirche, Politik und Gesellschaft.

DER LANDESVERBAND IST MITGLIED IM BUNDESVERBAND VEID
und somit Teil des Netzwerkes, das sich auf übergeordneter Ebene um Anerkennung und Qualitätssicherung der Trauerbegleitung engagiert. Der VEID pflegt die Kontakte zur wissenschaftlichen Forschung, zur Bundespolitik, dem Gesundheitswesen und weiteren Institutionen. Der VEID ist Teil des internationalen Netzwerkes der «Compassionate friends».







 

Unsere Projekte

„Meine Schwester ist verunglückt. Es ist so schwer
mit den Eltern darüber zu reden. In der Familie
will der eine den anderen nicht traurig machen.
Da ist es gut, sich in der Gruppe
mit Gleichaltrigen austauschen zu können.“

karen, 19 jahre
„Da sind Eltern in der Gruppe, bei denen der Tod des Kindes
schon ein oder zwei Jahre zurückliegt. Bei mir ist es noch ganz frisch.
Diese Menschen machen mir Mut, denn ich kann bei ihnen sehen,
dass sich die Trauer verändert. Ich hoffe, dass wir es
auch in unserer Familie schaffen, uns wieder am Leben zu erfreuen.“

claudia, 24 jahre
„Die Mitarbeiter haben mir geholfen, meinen unbeschreiblichen
Schmerz ausdrücken zu können. In Worten und Tränen,
mit Schweigen und wütend sein, in Gesten und Ritualen lerne ich,
meine Trauer in Bewegung zu bringen, damit
mein Herz nicht versteinert. Es ist so mühsam, aber es befreit.“

uwe, 30 jahre
„Oft fragen wir uns, wo unsere Kinder jetzt sind
und ob wir sie einmal wiedersehen.
Jeder hat da so seine eigenen Vorstellungen.
Hier fühle ich mich ernst genommen
und kann darüber sprechen ohne mich zu schämen.“

sabine, 29 jahre
„Hier lerne ich, dass unser gestorbenes Kind seinen Platz
in unserer Familie behalten darf. Wir bleiben seine Eltern und
die anderen Kinder bleiben seine Geschwister.
Es ist ein Platz in unseren Herzen, in der Erinnerung
und in der Geschichte unserer Familie. Den Alltag leben wir
nun ohne dieses Kind. Aber es gibt Momente,
in denen wir uns besonders mit ihm verbunden fühlen.“

volker, 52 jahre


 

Angebote für Betroffene

ihre ansprechpartnerin Trauerbegleiterin Elke Heinen Telefon 0 46 21-952 60 70 heinen@vesh.de
im netzwerk schleswig-holstein Damit Trauer nicht in die Isolation führt, ist es für jeden Trauernden wichtig, ein Netzwerk zur Unterstützung auf dem schweren Weg durch die Trauer zu haben. In den begleiteten Selbsthilfegruppen können hilfreiche Kontakte zu anderen Trauernden und ein Gefühl der Verbundenheit und Gemeinschaft entstehen. Aber auch die Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter selbst brauchen das Gefühl der tragenden Verbundenheit. Bei ihrer Aufgabe Gruppen zu leiten oder Menschen unterstützend zur Seite zu stehen, die soeben einen schrecklichen Verlust erlitten haben, kann ein kollegiales Netzwerk Unterstützung, Rat und Entlastung geben. Es ist das Anliegen des Vereins für die Begleiterinnen und Begleiter den Rahmen zu schaffen, der dieses Bedürfnis nach Gemeinschaft und Verbundenheit auffängt. Ebenso unterstützen wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Ortsgruppen in organisatorischen Angelegenheiten. Als Landesverband arbeiten wir intensiv daran das Netzwerk von Selbsthilfegruppen für trauernde Familien in Schleswig-Holstein durch weiter Standorte zu ergänzen.
    




 

Aktuelles

WELTGEDENKTAG FÜR VERSTORBENE KINDER Immer am zweiten Sonntag im Dezember ist der Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder. Weltweit finden Gedenkfeiern statt, in Schleswig traditionell in der Dreifaltigkeitskirche im Schleswiger Stadtteil Friedrichsberg.
Weiter Infos und Termine aus Ihrer Umgebung auf der Seite WELTGEDENKTAG
HIMMELSBÄUME Der aktuelle Pflanztermin für Himmelsbäume auf Föhr ist der 28. April 2018
Weiter Infos auf der Seite HIMMELSBÄUME
FÜR TRAUERBEGLEITER – FORTBILDUNG GRUNDSTUFE 2018 Anmeldeschluss für die Fortbildung ist noch nicht bekannt
Weiter Infos auf der Seite PROJEKTE – FORTBILDUNG TRAUERBEGLEITUNG

Der VESH im Radio Am 6. Februar 2017 wurde auf NDR 1 Welle Nord ein Interview mit Frau Elke Heinen gesendet. In seiner Mediathek stellt der NDR den Mitschnitt wie auch die schriftliche Variante bereit. Das Interview führte Pascal Hillgruber, Moderator auf NDR 1 Welle Nord.
Weiter Infos auf der Seite NDR1 - WELLE NORD


Veranstaltungen

20.04.2018Eröffnung der Geschäftsstelle in Schleswig

28.04.2018Himmelsbäume Föhr, Pflanzaktion

Wann: Samstag, 28.04.2018
Was: Himmelsbäume Föhr - Pflanzaktion
Kontakt:
nähere Informationen bei Christina Rullmann
Tel. 0431-25 93 776
himmelsbaeume@vesh.de

25.08.2018TRAUER in BEWEGUNG – Kraft schöpfen in der Natur

Flyer
Wann: Samstag 25.08.2018 12:30-19:30 Uhr
Wo: Am Aschberg 3, 24358 Ascheffel
Kontakt: info@vesh.de

Kraft schöpfen in der Natur richtet sich an trauernde Eltern
und erwachsene Geschwisterkinder

19.09.2018Netzwerktreffen Schleswig-Holstein

Wann: Mittwoch 19.09.2018
Wo: in Neumünster 14:00 Uhr
Kontakt: Peter Hansen, hansen@vesh.de

02.10.2018Familienseminar

Flyer
Wann: Dienstag 02.10. - 05.10.2018
Wo: im Ruferhaus Stauffenburg, Harz
Leitung: E.Heinen und P.Hansen, heinen@vesh.de
Zum Familienseminar sind Eltern und Geschwister eingeladen,
die bereits Kontakt zu einer Gruppe im Netzwerk der Verwaisten Eltern haben.

09.12.2018Weltgedenktag für verstorbene Kinder

Wann: Sonntag, 09.12.2018

unterstützen sie uns

 

Unser Dank geht an
unsere Sponsoren und Partner

 
WOHNUNGSVERMITTLUNG PREISWERT

 
R.SH HILFT HELFEN – DIE STIFTUNG
für schleswig-holstein

Dank der Spenden der Hörer von R.SH konnte «R.SH hilft helfen»-Stiftungsmanagerin Friderike Nissen dem Verein «Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister Schleswig-Holstein» einen Scheck in Höhe von 5.000 € überreichen. Mit dem Geld wird ein Familienseminar für betroffene Geschwisterkinder und Eltern ausgerichtet.
rsh-hilft-helfen.de

 
DER HAUPTBEREICH 2
DER EVANGELISCH LUTHERISCHEN-NORDKIRCHE
IN NORDDEUTSCHLAND

Seit Herbst 2014 besteht eine Kooperation zwischen unserem Landesverband und dem Hauptbereich II der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.
nordkirche.de